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Frauensolidarität mit Grundbucheintrag sucht Nachwuchs!

Wie kann man jüngere Frauen für die WeiberWirtschaft begeistern?

Und weshalb ist der Altersdurchschnitt der 2017 Beigetretenen über 40?

Die Antwort fanden wir bei einer kleinen Recherche über die Anfangsjahre und in der eigenen Erinnerung: Auch die ersten 50 Genossenschafterinnen waren im Schnitt Ende 30. Denn Frauen unter 30 —meist noch in der Ausbildung oder ganz am Beginn der beruflichen Laufbahn—haben in der Regel schlicht nicht das Geld für einen Genossenschaftsanteil übrig! Ich erinnere mich selbst daran, wie schwer es mir damals als Studentin gefallen ist, das Geld für meinen ersten Genossenschaftsanteil zu entbehren.

Daraus entstand die Idee einer Verlosung: Wir haben die Kaffeekasse des Büros geplündert und über Facebook zwei Anteile an junge Frauen U30 verlost, als Bewerbung sollten sie begründen, warum sie Genossenschafterin werden möchten. Kristina Lunz ist eine der beiden Gewinnerinnen, sie schrieb uns: „Weil ich keine Lust habe, länger zu akzeptieren, dass Wirtschaft in Deutschland so funktioniert, wie sie es tut: von Männern definiert und für Männer gestaltet. Gemeinsam mit der WeiberWirtschaft kann ich dazu beitragen, dass wir Frauen nicht einen größeren Teil vom Wirtschaftskuchen bekommen, sondern wir einen anderen Kuchen backen!“

Begeistert hat uns auch Ateliermieterin Konscha Schostak (www.memoria-stein.de), die ihr Sitzungsgeld aus dem Nutzungsgremium investiert hat, um zwei geflüchtete junge Frauen zu neuen Genossenschafterinnen zu machen. Die Beitrittsunterlagen finden Sie hier.

Sollten Sie auch eine Kaffeekasse zum Plündern haben: Wir hätten da noch mehr U30 Interessentinnen!

Katja von der Bey

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Generalversammlung 2018. Foto: Anke Großklaß