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Genossenschaftsanteile vererben? So geht’s!

Wie die nächste Generation in die WeiberWirtschafts-Fußstapfen treten kann

Nur auf den Schultern der Frauenbewegung(en) der 80er und 90er Jahre konnte unsere genossenschaftliche Unterstützungsstruktur von Frauen für Frauen gelingen! Bis heute lässt sich an der Altersstruktur der Genossenschafterinnen gut erkennen, wie viele Mitstreiterinnen die WeiberWirtschaft insbesondere in ihren Gründungsjahren aktivieren konnte, um unser WeiberWirtschaftsWunder möglich zu machen. Über 40 % unserer Genossenschafterinnen sind heute über 60 Jahre alt, 3 % haben schon die 80 überschritten.

Leider verlieren wir jedes Jahr mehr Genossenschafterinnen durch Todesfälle, nicht in allen Fällen erfahren wir rechtzeitig davon und können eine Erbin identifizieren. Ein guter Grund, die Informationen zum Thema Vererben von Anteilen hier noch einmal im Überblick vorzustellen.

Eine Variante ist leider derzeit ausgeschlossen: Aufgrund der bilanziellen Situation der WeiberWirtschaft ist kein positives Eigenkapital vorhanden und Anteile dürfen nicht ausgezahlt werden. Es gibt also gegenwärtig keine Möglichkeit, die Geschäftsanteile in Geld zurück zu tauschen.

Unsere Satzung sieht vor, dass die Mitgliedschaft einer Genossenschafterin mit ihrem Tod endet. Ihre Erb*innen müssen bis zum Ende des Jahres, das dem Todesjahr folgt, die Anteile auf eine andere Genossenschafterin übertragen bzw. die Erbin muss selbst durch Unterschrift des Beitrittsformulars Genossenschafterin werden. Hört sich kompliziert an? Ist es in vielen Fällen leider auch! Deshalb freuen wir uns, wenn unsere Genossenschafterinnen schon zu Lebzeiten aktiv werden und selbst eine Regelung treffen.

Eine davon ist ein Vermächtnis. Mit einem Vermächtnis können Sie Ihre Erbfolge vorab beeinflussen und festlegen, welche Frau(en) Ihre Geschäftsanteile später übernehmen sollen. Ein Vermächtnis ist ein Bestandteil des Testaments, das gemeinsam mit diesem hinterlegt werden sollte. Falls kein Testament vorhanden ist, kann das Vermächtnis auch gesondert erklärt werden. Für uns ist in diesem Fall wichtig, dass wir eine Kopie des Vermächtnisses erhalten und den Namen und die Kontaktdaten Ihrer Erbinnen und Erben sowie der Person, die Sie nach Ihrem Tod begünstigen wollen. Die eigentliche Übertragung der Geschäftsanteile erfolgt dann durch die Erbin.

Eine noch einfachere Möglichkeit ist eine Übertragung der Geschäftsanteile auf eine andere Frau noch zu Lebzeiten, die sich durch eine einfache Unterschrift auf einem Übertragungsformular vollziehen lässt. Wenn Sie all Ihre Anteile übertragen, scheiden Sie zwar formal aus der Genossenschaft aus. Als „Genossenschafterin ehrenhalber“ würden wir Sie aber auch in Zukunft über die Geschicke der Genossenschaft auf dem Laufenden halten!

Wenn Ihnen selbst keine Frau einfällt, die in Ihre WeiberWirtschafts-Fußstapfen treten soll, machen wir Ihnen gerne einen Vorschlag: Es gibt viele engagierte junge Frauen und Mädchen in unserem Umfeld, die sich (noch) keinen Geschäftsanteil leisten können, aber großes Interesse daran hätten, Genossenschafterin zu werden.

Haben Sie noch Fragen und möchten es genauer wissen? Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine eMail. Wir helfen Ihnen gerne dabei, ihre Wünsche umzusetzen. 

infosweiberwirtschaftde
Tel. 030 440 223 0

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