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Marlies Krämer ist unsere Heldin!

Die Generalversammlung hat die Kämpferin für die geschlechtergerechte Sprache mit einer Patinnenschaft für die nächste "freigekaufte" Fläche geehrt.

Marlies Krämer strengte ein Verfahren gegen ihre Sparkasse an, damit sie neben dem Generischen Maskulinum wie „Kontoinhaber“ oder „Empfänger“ künftig auch „Kontoinhaberin“ oder „Empfängerin“ in ihren Formularen vorsieht. Sie unterlag im Frühjahr dieses Jahres vor dem Bundesgerichtshof, erreichte aber, dass das Thema geschlechtergerechte Sprache seither auf vielen Ebenen öffentlich diskutiert wird. Im Telefoninterview der Versammlung zugeschaltet sagte Marlies Krämer: „Sprache ist Ausdruck von Denken, Fühlen, Reden, Tun und Handeln. Sie ist unser wichtigstes Integrationsmittel und unser höchstes Kulturgut! Aber wir Frauen kommen in unserer Muttersprache gar nicht vor, als gäbe es uns gar nicht, obwohl wir mit 52 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung darstellen. Sprache beeinflusst unser Denken und bestimmt folglich auch unser Handeln. So, wie wir Frauen in der Sprache vorkommen, werden wir auch beachtet und behandelt, nämlich gar nicht. Durch die sprachliche Ausgrenzung werden wir diskriminiert und erleiden dadurch eine gesellschaftlich viel geringere Wertschätzung als Männer, die immer präsent sind, während wir Frauen unserer sprachlichen Existenz ständig beraubt werden!“

Wir beobachten dieses Phänomen auch in der Wirtschaftsförderung, die keineswegs geschlechterneutral ist, sondern die Gründungen von Männern sprachlich und auch inhaltlich bevorzugt. Wir fordern deshalb eine Neujustierung der bestehenden Förderinstrumente, damit auch die Gründungs- und Wirtschaftsförderung endlich Chancengleichheit herstellt! 

Unter dem Slogan „WeiberWirtschaft freikaufen!“ visualisieren wir unsere sukzessive Entschuldung von Bankkrediten. Jede Fläche, die rechnerisch „schuldenfrei“ ist, wird einer prominenten Frau aus Gegenwart oder Geschichte gewidmet.

Marlies Krämer reiht sich unter begeisterter Akklamation der Generalversammlung ab sofort als 33. Namenspatin in die Reihe von Frauen wie Lida Gustava Heymann, Ada Lovelace oder Lotte Reiniger ein, die bereits Namenspatinnen für Räume in der WeiberWirtschaft geworden sind. Alle bisherigen Namenspatinnen finden sich hier.

Die Veranstaltungsräume 2 und 3 im Tagungsbereich der Genossenschaft sind jetzt Marlies Krämer gewidmet.

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