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WeiberWirtschaft als Arbeitgeberin fördert wirksamen Klimaschutz

Drei Tage Sonderurlaub für Mitarbeiterinnen, die ein Jahr lang keine Flugreise antreten.

Die Mitarbeiterinnen der WeiberWirtschaft eG können sich ab sofort über drei Tage zusätzlichen Jahresurlaub freuen – vorausgesetzt sie verzichten ein Jahr lang auf Flugreisen.

Die neue Regelung soll einen Anreiz setzen, Reisen nicht mehr mit dem Flugzeug anzutreten, sondern klimaschonende Reiseformen und –ziele zu wählen. Geschäftsführerin Katja von der Bey: „Jeder weiß, dass Flugreisen ein Klimakiller sind! Aber Alternativen kosten häufig auch viel mehr Zeit, und frei verfügbare Zeit hat einen immer höheren Stellenwert. Zumindest dieses Argument möchten wir entkräften und klimaschonendes Verhalten belohnen.“ Sie selbst war letztes Jahr im Sommerurlaub mit dem Zug an der Französischen Côte d’Azur. „Es war die pure Entschleunigung und ging erstaunlich gut.“

Die WeiberWirtschaft ist Vorreiterin in Sachen Klimaschutz und das Thema ist fest in der Unternehmenskultur verankert. 1992 kaufte die Genossenschaft einen Gewerbehof in Berlin-Mitte und baute ihn nach modellhaften ökologischen Kriterien zu Europas größtem Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentrum aus. Im laufenden Betrieb wird möglichst nachhaltig gearbeitet: Ressourcen- und Energieeffizienz, umweltverträgliches Handeln und Beschaffungsmanagement und soziale Nachhaltig­keit sind hier keine Fremdwörter, sondern werden laufend mit Maßnahmen und neuen Ideen untersetzt. Der Tagungsbereich wird von zahlreichen Unternehmen und Organisationen als nachhaltiger Veranstaltungsort geschätzt.

Die Genossenschaft setzt darauf, dass auch kleine Unternehmen einen Unterschied machen können: Gemeinsam mit dem Life e. V. veröffentlichte die Genossenschaft eine Checkliste und Broschüre „Grün.Gerecht.Gestalten“ für Gründer*innen und wurde dafür 2015 für den Start Green Award nominiert.

Und was sagen die Mitarbeiterinnen zu der neuen Regelung? „Ich versuche sowieso schon so wenig wie möglich zu fliegen, das ist jetzt ein zusätzlicher Ansporn. Großartig!“, so Elli Dietsche aus der Verwaltung. Ob alle Mitarbeiterinnen das Angebot annehmen und tatsächlich Urlaubsalternativen überlegen, wird sich zeigen. Der Klimaschutzeffekt ist bei einem so kleinen Unternehmen mit nur 10 Mitarbeiterinnen ohnehin eher symbolisch. Aber vielleicht macht die Idee ja Schule und andere Unternehmen greifen die Idee auf!

Pressemitteilung zum Download

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