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Sophie Germain Dach

Sophie Germain war Mathematikerin, Physikerin und am Ende ihrer Karriere Phi­losophin. Schon früh begei­sterte sich das Mädchen Sophie, geboren am 1.4.1776  in Paris, für die mathematischen und physikalischen Wissenschaften. Sie eignete sich entgegen des Willens der Eltern, die dies als unnatürlich empfanden, die althumanistischen Sprachen an und war somit in der Lage Laplace und Gauß, die großen Mathematiker der Zeit im Original zu lesen.

Sie nutzte die Exmatrikulation eines Studenten, um an der Pariser Universität zu studieren und avancierte zum „Starstudenten“. Zahlreiche Arbeiten reichte sie ein unter dem Pseudonym Antoine-Auguste Le Blanc. Bald enthüllte sie ihre wahre Identität ihrem Brief- und wissenschaftlichen Part­ner Carl Gauß. Sie erhielt 1815 den “Prix extraordinaire” der Pariser Akademie der Wissenschaften für einen ersten Versuch, eine Theorie der Elastizität zu ent­wickeln. Auf deren Grundlage wurde der Bau des Eiffelturms rund 70 Jahre später möglich. Zehn Jahre vorher löste sie einen Teil der Fermat`schen Vermutung http://mo.mathematik.uni-stuttgart.de/inhalt/aussage/aussage365/
Nach diesem Beweis sind bis heute die sogenannten Germain Primzahlen benannt http://www.mathe.tu-freiberg.de/~hebisch/cafe/germainprim.html
1831 sollte Sophie Germain auf Initiative Gauß` hin die Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen verliehen werden. Dazu kam es leider nicht mehr, denn sie starb im Alter von 55 Jahren.

Mit dem Namen Sophie Germain sind waches Interesse, Einfallsreichtum und Wissensdurst verbunden ebenso wie Durchsetzungsvermögen und menschliche Zuwendung. Und das passt aus der Sicht der Generalversammlung ausgezeichnet zum Tagungsbereich der Weiberwirtschaft, dessen Dachraum 5 nun nach der Mathematikerin benannt ist.

                                                                                                        Tanja Berger